Jahreskonzert 2025: Monkey Island – Ein musikalisches Abenteuer zwischen Tradition und Innovation

Zum Herbstkonzert der Stadtkapelle Mosbach war die alte Mälzerei mit dreihundert in erwartungsvoller Stimmung angereisten Konzertgästen gut gefüllt.

Die Jugendgruppe des Musikvereins Mosbach bestritt den ersten Konzertteil mit der Sportlerhymne „Chariots of Fire" aus dem Film „Die Stunde des Siegers“, mit dem Rocktitel „Seven Nation Army“ und dem aktuellen Fasnachtshit „Bella Napoli“. Sie machte klar, dass die Jugendarbeit des Vereins gute Früchte trägt.

Auch bei der Stadtkapelle gaben mit Anna Schreyer (Querflöte), Sarah Hörst, Elia Lorenz und Simeon Lorenz (alle drei Trompete) vier neue Musiker ihr Konzertdebüt. Das Trompetenregister, das damit so stark wie seit Langem nicht besetzt ist, konnte gleich beim ersten Stück, dem melodischen „Salacher Löwenmarsch“, sein ganzes Können unter Beweis stellen.

Weiter ging es mit dem Almbauern-Walzer „Müeh mit de Chüeh“ aus dem Berner Oberland und dem 60er-Jahre-Schmusehit „A Whiter Shade of Pale“. Beim folgenden Pop-Klassiker „What's a Woman“ konnten die Bässe einmal über ihre übliche Rolle als Begleitinstrument hinauswachsen und ein fulminantes Solo zu Gehör bringen.

Die Suite „Secret of Monkey Island“ hatte der Dirigent Heiko Roth basierend auf dem gleichnamigen Computerspiel selbst arrangiert. Auch wer das Spiel noch nicht kannte, wurde von den eingängigen Melodien dieses Stückes bezaubert.

Nach der Pause nahm das Konzert mit dem Titel „Meet the Flintstomes“ aus der Fred-Feuerstein-Fernsehserie sofort wieder richtig Fahrt auf. Traditionell werden im zweiten Konzertteil langjährige Musiker geehrt. Dazu war Kurt Brand, der Vorstand des Blasmusikverbandes Odenwald-Main-Tauber, angereist. Gemeinsam mit dem Vereinsvorstand Horst Bauer zeichnete er Paul Heckmann für 10 Jahre, Michael Rumig für 40 Jahre und Jürgen Helmstädter für 50 Jahre aktives Musizieren aus.

Weiter ging es mit „Vive la France“, einem Medley aus den beliebtesten französischen Popsongs und Chansons. Von Frankreich ging es weiter nach Finnland, von wo die Rockballade „Sleeping Sun“ stammt, die über eine Sonnenfinsternis erzählt. Für die Hymne „Highland Cathedral“, die auf keinem keltischen Musikfestival fehlen darf, tauschte der Trompeter Christoph Bogda seine Trompete gegen einen Dudelsack, den er ebenso virtuos beherrscht.

Das Abschlussstück des offiziellen Teils bildete das von jedem Pfadfinderlager bekannte Abschiedslied „Auld Lang Syne“. Als Zugabestücke spielte die Stadtkapelle noch „Last Christmas“ und den „Böhmischen Traum“ und verabschiedete das Publikum endgültig mit „Hoch Badnerland“ in die After-Show-Party. 

Martin Husfeldt

Pressestimmen

Noten zu den Arragements

Arrangiert von Dirigent Heiko Roth und frei zugänglich auf Musescore.